Weil der Rechtsextremismus an sich über kein homogenes ideologisches Konzept verfügt, gibt es für den Begriff keine einheitliche Definition.
Juristisch betrachtet handelt es sich um Bestrebungen gegen die verfassungsgerichtlich definierte freiheitliche demokratische Grundordnung (§ 5 Abs. 1 Nr.1 i. V. m. § 6 Abs.1 Nr.1 LVerfSchG). Über einen zu bestimmenden ideologischen Hintergrund sagen die Verfassungsschutzgesetze naturgemäß nichts.
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Zunächst haben alte, aus der Zeit des Nationalsozialismus reichende Kader und Einflussstrukturen aus dem Nationalsozialismus versucht, auch in der jungen Demokratie wieder Fuß zu fassen und das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Viele von ihnen hatten sich in der "Sozialistischen Reichspartei" (SRP) neu formiert und es gelangen ihnen mit dieser Partei erste Wahlerfolge bei Landtagswahlen.
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Die NPD machte auch im Jahr 2006 deutlich, dass sie der freiheitlichen demokratischen Grundordnung feindlich gegenübersteht. Demokratische Politiker werden als „etablierte Volksbetrüger“ bezeichnet und die politische Ordnung der Bundesrepublik als „volksfeindliches System“. Der Vorsitzende der NPD-Landtagsfraktion Udo PASTÖRS sprach am Wahlabend von „Banditen im Schweriner Landtag“.
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Als Reaktion auf die zahlreichen Verbote neonazistischer Vereine seit Anfang der neunziger Jahre begannen sich Neonazis neu zu organisieren. Auf Ortsebene entstanden 5 bis 20 Personen starke Gruppen ohne vereinsmäßige Struktur und formale Mitgliedschaften, sogenannte Kameradschaften, die die kleinste Einheit der "nationalen Bewegung" bilden und einem Konzept des führenden Hamburger Neonazis Thomas WULFF zufolge jederzeit als "nicht organisierte Einheiten" mobilisierbar sein sollen. Bei Kundgebungen treten die Kameradschaften in einem geschlossenen Block auf, um als Freie Nationalisten, also als keiner Partei zugehörige Rechtsextremisten, erkennbar zu sein.
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Skinheads prägen maßgeblich die öffentliche Wahrnehmung des gewaltbereiten Rechtsextremismus. Die Skinhead-Bewegung formierte sich Ende der sechziger Jahre in Großbritannien aus drei anderen Subkulturen, den „Modernists“ (Mods), den „Rude-Boys“ und den „Boot-Boys“. Das Erscheinungsbild dieser Gruppierungen, das Vorbildcharakter für die Skinhead-Bewegung haben sollte, ähnelte sich stark: schwere Stiefel, Jeans und T-Shirt; die Haare wurden im Laufe der Szeneentwicklung immer kürzer.
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