Die NPD hatte kurze Zeit nach ihrer Gründung im Jahre 1964 ihre größten Erfolge. So erreichte sie 1967 und 1969 mit 28.000 Mitgliedern ihren Höchststand; zwischen 1965 und 1969 errang sie Mandate in mehreren Landtagen. Nach dem knappen Scheitern mit 4,3 % der Stimmen bei der Bundestagswahl 1969 kam es zu einem raschen Niedergang der Partei, der - insgesamt betrachtet - über mehrere Jahrzehnte andauerte. Auch die Ablösung des langjährigen Bundesvorsitzenden Martin Mussgnug durch Günter Deckert im Juni 1991 brachte nicht den erhofften Aufschwung. Im Gegenteil: Deckerts für viele Mitglieder unverständlicher Aktionismus sowie seine Sympathien für revisionistisches Gedankengut führten zu scharfer Kritik und stürzten die NPD erneut in eine Führungskrise.
Erst mit dem seit März 1996 amtierenden Parteivorsitzenden Udo Voigt kam es zu einer strategischen und ideologischen
Neuorientierung, die die NPD - auch und gerade in den neuen Bundesländern - von den konkurrierenden
rechtsextremistischen Parteien DVU und REP erkennbar abhebt.
Dabei kompensiert die NPD ihre anhaltende Erfolglosigkeit als Wahlpartei - ihr bestes Ergebnis erzielte sie bei der
Landtagswahl in Sachsen am 19. September 1999 mit 1,4% der Stimmen - durch eine verstärkte aktionistische Orientierung:
Seit Oktober 1997 verfolgt die Partei mit ihrem sogenannten „Drei-Säulen-Konzept" einen „Kampf um die Straße, die Köpfe
und die Parlamente". Im Rahmen dieser Strategie hat sich die NPD für alle Rechtsextremisten geöffnet, die ihre Ziele
und Programmatik akzeptieren, darunter auch Skinheads und Neonazis. Dieses zeigt sich in der Öffentlichkeit besonders
daran, dass es die Partei seit geraumer Zeit versteht, bei Demonstrationen - u. a. gegen die an verschiedenen Orten in
Deutschland präsentierte „Wehrmachtsausstellung" - eine größere Personenzahl - vereinzelt mehrere Tausend Personen - zu
mobilisieren. Ideologisch sieht man sich als Speerspitze einer „sozialrevolutionären Erneuerungsbewegung", die das Ziel
eines „deutschen Sozialismus" mit bestimmten antikapitalistischen Elementen verfolgt. Das abgelaufene Jahr war für die
NPD stark geprägt durch das laufende, beim Bundesverfassungsgericht anhängige und von allen drei Verfassungsorganen
angestrengte Verbotsverfahren. Die NPD hat gegenwärtig etwa 6.100 Mitglieder (2001: 6500).