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Junge Nationaldemokraten

Die Jugendorganisation der NPD
Als einzige rechtsextremistische Partei verfügt die NPD mit den Jungen Nationaldemokraten (JN) über eine zahlenmäßig relevante und mobilisierungsfähige Jugendorganisation. Mit einer Gesamtzahl von 350 (Jahr 2005) Mitgliedern (einschließlich der Anwärter) bildet sie die größte und aktivste Organisation jüngerer Rechtsextremisten in Deutschland. Die 1969 gegründeten JN sind nach Satzung der NPD "integraler Bestandteil" der Mutterpartei, verfügen jedoch über einen eigenständigen Handlungsspielraum. Laut einer Pressemitteilung der „Deutschen Stimme“ stammt der Bundesvorsitzende Stefan Rochow ursprünglich aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die Jungen Nationaldemokraten und ihre neonazistische Ausrichtung
Im Zuge der auf dem Bundeskongress 1996 erfolgten Umwandlung der JN in eine Kaderorganisation, die sich aus Mitgliedsanwärtern, Mitgliedern/Aktivisten, Kaderanwärtern und Kadern zusammensetzt - mittlere und höhere Führungsebenen werden nur noch durch Kaderanwärter und Kader besetzt -, erfuhren die JN eine deutliche neonazistische Ausrichtung. Insbesondere den von den Partei- und Organisationsverboten der 90er Jahre betroffenen Neonazis boten sich die JN aufgrund ihrer Kaderstruktur als aktive legale Organisation an und stellten somit ein Auffangbecken für die Neonazi-Szene dar. So gehören zur JN-Anhängerschaft und Führungsschicht inzwischen eine größere Anzahl kooperationsbereiter Neonazis.

Am 25. und 26. Juni 2005 beschloss der JN-Bundesvorstand in Magdeburg ein Positionspapier, in dem die JN ihr Selbstverständnis als Jugendorganisation mit revolutionärer Ausrichtung bekräftigen. Revolutionär sei für sie nur der Angriff auf die bestehenden Verhältnisse. Die Ablehnung des Systems und die Entwicklung einer Systemalternative sei die Hauptaufgabe einer wirklich fundamentaloppositionellen nationalistischen Bewegung.

Der JN-Bundesvorsitzende Rochow äußerte sich kritisch zum Volksfront-Konzept der NPD. Gleichwohl wurde er auf dem JN-Bundeskongress am 26. November 2005 in Chemnitz mit 83% der Delegiertenstimmen in seinem Amt bestätigt. Nach seiner Wiederwahl betonte er – offenbar vor dem Hintergrund seiner früheren Kritik am taktischen Verhalten der Mutterpartei -, die JN seien einerseits integraler Bestandteil der NPD, andererseits müssten sie jungen Menschen einen geschützten Raum bieten, in welchem eigene Politik betrieben werden könne, damit die JN nicht nur als sprachloses Anhängsel der NPD wahrgenommen würden.

Neue Landesverbände
Die JN waren verstärkt darum bemüht, ihre desolaten Organisationsstrukturen zu verbessern. Im Mai, Juni und August 2005 wurden Neugründungen der Landesverbände Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bekannt. Regional kam es zudem - vor allem in den ostdeutschen Bundesländern - zur Neugründung mehrerer neuer Stützpunkte.

Aktivitäten der JN in MV sind und waren in den letzten Jahren nicht zu verzeichnen.

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Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut