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Geschichte und Entwicklung der NPD


Gründung
Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) wurde am 28. November 1964 in Hannover gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten maßgebliche Vertreter der Deutschen Partei, der Gesamtdeutschen Partei der Heimatvertriebenen und Entrechteten sowie der Deutschen Reichspartei (DRP). Die DRP unter Vorsitz von Adolf von Thadden hatte sich nach dem Verbot der Sozialistischen Reichspartei (SRP) 1952 durch des Bundesverfassungsgericht zunächst zur größten rechtsextremistischen Partei in der Bundesrepublik entwickelt.

Ziel der Neugründung der NPD war die Einigung des zersplitterten rechtsextremistischen Lagers nach dem SRP-Verbot. In ideologischer Hinsicht und personell wies die NPD Kontinuitäten sowohl zur SRP als auch zur NSDAP auf. Erster Vorsitzender der neu gegründeten NPD war Fritz Thielen aus Bremen, stellvertretender Vorsitzender wurde Adolf von Thadden aus Niedersachsen.

Wahlergebnisse
Die NPD erhielt bei der Bundestagswahl 1965 bereits 2,0 % der Stimmen. Zwischen 1966 und 1969 erzielte die NPD größere Wahlerfolge, mit Ergebnissen zwischen 5,8 % und 9,8 % zog sie in sieben von damals elf Landesparlamenten ein (Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein). 1969 verfehlte sie mit 4,3 % der Stimmen nur knapp den Einzug in den Bundestag.

Wahlergebnisse von einem Prozent der Stimmen sowie eine negative Mitgliederentwicklung von 28.000 im Jahr 1969 auf 8.500 im Jahr 1978 waren charakteristisch für den Niedergang der NPD in den 70er Jahren.

Bei der Bundestagswahl 1980 erzielte die NPD mit 0,2 % das schlechteste Ergebnis seit ihrer Gründung. Diese Wahlniederlage führte zu einer anhaltenden Krise der Partei, die einen Mitgliederrückgang auf 5.900 Personen im Jahr 1982 nach sich zog. Erst durch die aggressive Thematisierung der Ausländerfeindlichkeit zu Lasten vergangenheitsbezogener Themenfelder seit Anfang der 90er Jahre rückte die NPD wieder in den Blickpunkt des Interesses. Parteiinterne Auseinandersetzungen, insbesondere um den 1991 zum Bundesvorsitzenden gewählten Günther Deckert brachten die NPD in eine existenzbedrohende Lage. So sank die Zahl der Mitglieder auf den Tiefstand von 2.800 im Jahr 1995.

Die Radikalisierung der NPD
Mit der Wahl des bayerischen NPD-Landesvorsitzenden Udo Voigt zum Bundesvorsitzenden 1996 vollzog die Partei einen Wandel von einer traditionellen rechtsextremistischen Wahlpartei zu einer Partei, die sich als Spitze einer nationalistischen Protestbewegung versteht. Die NPD wählte dafür die Bezeichnung Nationale Außerparlamentarische Opposition (NAPO). Ursächlich für die Radikalisierung war u. a. die bewusste Einbindung von Neonazis und Skinheads, die nach zahlreichen Verboten neonazistischer Organisationen in den Jahren 1992 bis 1996 eine neue politische Heimat in der NPD fanden.

Die 1969 gegründete Jugendorganisation der NPD, den Jungen Nationaldemokraten (JN), kam dabei die Rolle eines Bindegliedes zwischen NPD, Neonazis und anderen rechtsextremistischen Organisationen zu, die sie bis zum heutigen Tag ausfüllt.

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