Im Rückblick auf die mehr als 50jährige Geschichte der Bundesrepublik muss konstatiert werden, dass die Entwicklung der Demokratie nie frei von Gefährdungen durch Rechtsextremisten war. Geändert haben sich allerdings Intensität, Erscheinungsformen und viele Ursachen dieser Gefahr.
Zunächst haben alte, aus der Zeit des Nationalsozialismus reichende Kader und Einflussstrukturen aus dem Nationalsozialismus versucht, auch in der jungen Demokratie wieder Fuß zu fassen und das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Viele von ihnen hatten sich in der "Sozialistischen Reichspartei" (SRP) neu formiert und es gelangen ihnen mit dieser Partei erste Wahlerfolge bei Landtagswahlen.
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Wiederum folgten etwa eineinhalb Jahrzehnte demokratischer Weiterentwicklung, in denen Rechtsextremisten wenig Einfluss hatten. Eine sozialwissenschaftliche Studie von 1981 ("Sinus-Studie") belegte jedoch, dass viele Merkmale rechtsextremistischen Denkens in Teilen der Bevölkerung (immerhin mehr als 10 Prozent) noch immer präsent waren.
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Ende der 80er Jahre wurde mit den ersten Wahlerfolgen von DVU und Republikanern erneut offensichtlich, dass solche politischen Tendenzen in Deutschland vorhanden sind. Mit der Wiedervereinigung, die das Thema "Nation" veränderte, schwächte sich die Bedeutung dieser Parteien aber wieder ab.
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