Ziele der SAV
Die Organisation „Sozialistische Alternative Voran" (SAV) will den Kapitalismus stürzen und durch eine
sozialistische Demokratie ersetzen. Dies gelinge nach eigenen Aussagen aber nur, wenn zuvor eine weltweite
revolutionär-sozialistische Massenpartei aufgebaut werde.
Dazu hat sich die SAV als deutsche Sektion dem in London ansässigen trotzkistischen Dachverband „Committee for a Workers International" (CWI) zugeordnet. CWI will mit Sektionen in mehr als 30 Ländern der Erde "dem globalen Kapitalismus globalen Widerstand" entgegenstellen. Im Jahr 2003 konnte sie ihren Mitgliederbestand auf ca. 380 steigern (2002: 350). Sie ist in mehr als 30 Städten mit Ortsgruppen oder "Stützpunkten" tätig.
Vorfeldstrukturen der SAV
Die SAV wendet sich aktiv der Anti-Globalisierungsbewegung zu. Bereits im Sommer 2001 erklärte sie ihren
kollektiven Beitritt zum Netzwerk ATTAC. Im Zusammenhang mit den Gipfelprotesten trat sie häufig als „Widerstand
International – gegen die Diktatur der Banken und Konzerne" auf.
Die SAV unterhält für unterschiedliche Kampagnenfelder Vorfeldstrukturen. Für die globalisierungskritische und die
"Antikriegsbewegung" ist dies "widerstand international!" (wi!). Diese Vorfeldorganisationen dienen u. a. dazu, bislang
unorganisierte jugendliche Sympathisanten zu gewinnen; aber auch zum Aufbau örtlicher Gruppierungen "Jugend gegen den
Krieg", die im Rahmen der gegen die Irak-Intervention gerichteten "Antikriegsbewegung" gebildet wurden.
Von jeher bildet die verdeckte Arbeit der SAV in einzelnen DGB-Gewerkschaften einen Schwerpunkt.
Die SAV in Mecklenburg-Vorpommern
Die SAV in Rostock ist die aktivste linksextremistische Organisation in Mecklenburg-Vorpommern. Sie erreichte bei
der Kommunalwahl im Juni 2004 landesweit 0,2% und mit 2,5% der Stimmen einen Sitz in der Bürgerschaft. Sie thematisiert
im wesentlichen den "Sozialkahlschlag", "Hartz IV" und bemüht sich um Einfluss in der Linkspartei "Wahlalternative
Arbeit und soziale Gerechtigkeit" (WASG).