Kurzinformation
Entstehungszeit und -ort: 1972 in der Türkei
Im Jahre 2002 betrug die Zahl der Mitglieder 1.500; 2003 waren es 1800 .
Die Organisation ist gespalten in:
„Partizan"
Funktionärsgruppe leitet die Organisation.
Die Zahl der Mitglieder/Anhänger betrug im Jahre 2001 auf Bundesebene 1000; im Jahre 2002 waren es nur noch 900.
In MV gab es in beiden Jahren jeweils weniger als 10 Mitglieder/Anhänger.
Folgende Publikationen werden herausgegeben:
"Devrim Yolunda Isci Köylü" (Arbeiter und Bauern auf dem Weg der Revolution), Erscheinungsweise: vierzehntäglich.
"Isci Köylü Kurtulusu" (Arbeiter- und Bauernbefreiung),
Erscheinugnsweise: zweimonatlich.
und
„Maoistische Kommunistische Partei" (MKP)
(bis Dezember 2002 „Ostanatolisches Gebietskomitee" - DABK -)
Eine Funktionärsgruppe leitet die Partei.
Im Jahre 2002 betrug die Zahl der Mitglieder/Anhänger 600.
Folgende Publikationen werden herausgegeben:
"Devrimci Demokrasi" (Revolutionäre Demokratie),
Erscheinungsweise: vierzehntäglich
"Isci Köylü Kurtulusu" (Arbeiter- und Bauernbefreiung, nicht identisch mit der gleichnamigen Publikation von
"Partizan"),
Erscheinugnsweise: zweimonatlich
Die 1994 vollzogene Spaltung der Mutterpartei TKP/ML hatte zur Folge, dass sich aus zunächst konkurrierenden Flügeln zwei neue unabhängig voneinander existierende Organisationen entwickelten. Während die eine Gruppierung unter dem Namen "Partizan" (im schriftlichen Sprachgebrauch "TKP/ML" abgekürzt) bekannt war, änderte die andere Fraktion um die Jahreswende 2002/2003 ihre ehemalige Bezeichnung DABK (im schriftlichen Sprachgebrauch TKP(ML) abgekürzt) in "Maoistische Kommunistische Partei" (MKP). Beide Organisationen verstehen sich als Nachfolgerinnen der ursprünglichen TKP/ML. Sie haben die ideologischen Grundlagen des Marxismus-Leninismus und des Maoismus von der Mutterpartei übernommen. Sie befürworten den "Volkskampf" unter Einsatz bewaffneter Guerillakräfte, mit deren Hilfe sie in der Türkei einen revolutionären Umsturz herbeiführen und letztlich eine kommunistische Gesellschaftsordnung etablieren wollen.
Außerdem unterhalten beide Gruppierungen in der Türkei voneinander getrennte bewaffnete Guerillagruppen, die auf
Seiten von "Partizan" unter der Bezeichnung "Türkische Arbeiter- und Bauernbefreiungsarmee" (TIKKO), auf Seiten der MKP
unter dem seit Ende 2002 neuen Namen "Volksbefreiungsarmee" (HKO) auch terroristische Aktionen durchführen.
Beide Fraktionen der TKP/ML, die auch in mehreren anderen europäischen Ländern vertreten sind, unterstützen ihre
jeweiligen Mutterorganisationen in der Türkei. Einnahmequellen sind u. a. jährlich durchgeführte Spendensammlungen, der
Verkauf von Publikationen sowie Überschüsse aus der Durchführung von Veranstaltungen.